Prozesswasser

Prozesswasser ist ein Oberbegriff für in industriellen Prozessen benutztes Wasser. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsbereiche, Anforderungen und Aufbereitungsverfahren.

Oft werden Brunnen zur Prozesswasserversorgung genutzt. Das Brunnenwasser muss dabei vor weiterer Verwendung oder Aufbereitung oft von unerwünschten Inhaltsstoffen wie Eisen, Mangan oder freier aggressiver Kohlensäure bereinigt werden. Dazu werden Belüftungsverfahren, kombiniert mit mechanischer oder biologischer Filtration in Kiesfiltern, eingesetzt.

Für viele Prozesse wird Weichwasser benötigt, z.B. in Färbereien oder Wäschereien. Dieses wird mit einer Enthärtungsanlage erzeugt. Entsalztes Wasser wird üblicherweise mit einer Umkehrosmoseanlage erzeugt.
Osmose mit Kabinett-Enthärtung
Bild: Umkehrosmose mit integrierter Kabinett-Enthärtung zur Erzeugung von Glaswaschwasser, Durchsatzleistung 0,5 m³/h, aufgestellt 2005 in Norwegen.

Die zur Aufbereitung von Wasser als Energie- und Wärmeträger benutzten Verfahren werden unter Kesselspeisewasser und Kühlwasser beschrieben. Für Warmwasserkreisläufe, z.B. in der Fernwärmeversorgung, muss das Umlauf- und Zusatzwasser oft entgast werden, ohne dass Dampf zur Verfügung steht. Die thermische Entgasung findet dann im Vakuum-Bereich statt.


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