Als Reinstwasser wird Wasser bezeichnet, welches so gut wie keine Fremdstoffe enthält. Reinstwasser wird z.B. in der Pharmaindustrie, bei der Herstellung von Halbleitern oder auch als Kesselspeisewasser zur Speisung von Dampfkesseln für den Turbinenbetrieb genutzt.
Der Grenzwert für die Leitfähigkeit - als Maß für den Salzgehalt - liegt je nach Anwendungsbereich zwischen 0,055 μS/cm und 0,2 μS/cm. Eine Leitfähigkeit von 0,055 μS/cm ≈ 18 MΩ cm ist dabei das theoretische Minimum von absolut reinem Wasser bei einer Temperatur von 20 °C.
Üblicherweise wird zur Erzeugung von Reinstwasser eine mehrstufige Umkehrosmose eingesetzt. Je nach Anwendungsfall und Rohwasserqualität mit vor- oder nachgeschalteter Enthärtung, nachgeschaltetem Mischbettfilter oder Elektrodeionisation (EDI) mit Mischbett-Patronenaustauscher.
Eine Vollentsalzung nur durch Ionenaustausch wird üblicherweise nicht benutzt, da hier zwar auch die geforderten Grenzwerte für Leitfähigkeit erreicht werden, jedoch neutrale Stoffe im Wasser verbleiben.
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| Bild: Zweistufige Umkehrosmose zur Erzeugung von Reinstwasser, Durchsatzleistung 7,2 m³/h, aufgestellt 2002 in Braunschweig, Deutschland. |